Das Fahrzeug

Mittwoch, 16. November 2011

Das große Fressen


Eben haben wir uns noch damit abgefunden, dass hier nicht an jeder Ecke eine große Antilope oder gar Raubkatze zu sehen ist, da kommt es geballt: Zunächst scheuchen wir eine Gepardin mit ihren drei Jungen auf, die unter einem Baum lag und sich durch unsere Fahrzeuge gestört fühlte.
Dann entdecken wir unweit eines Wasserloches diese Löwin mit ihrer Beute. Die Eland-Antilope ist wohl erst vor einigen Stunden gerissen worden, ihre Eingeweide sind noch rot. Die Löwin passt höllisch auf, dass sich keine „Mitesser“ an ihr Erlegtes wagen. Im Augenblick sind dies nur die Raben, die immer wieder herbeifliegen, um an dem Kadaver zu picken.
Unweit der Löwin unter einem Baum sehen wir ihre drei Jungen, denen sie ein Stück der Antilope zum Knabbern und Spielen hingelegt hat. Diese haben offensichtlich mächtig Spaß. Leider sind diese Jungtiere selber in ständiger Gefahr. Sogar große Greifvögel gehen auf kleine Löwen los.
Die anderen zukünftigen Teilnehmer an diesem großen Fressen, Schakale oder diese Geier hier, warten geduldig in mindestens 100 Metern Entfernung, dass sie an die Reihe kommen. Wir waren mittags zum ersten Mal hier, am Abend schauen wir noch einmal vorbei, und dann sind wir gespannt, was der nächste Morgen bringt …
Diesmal wird der nur noch aus dem hinteren Teil bestehende Antilopenkörper von einem jungen Löwen bewacht. Die Löwin hat genug gegessen und ist im Morgengrauen mit ihren Jungen davongezogen. Die Geier halten nicht mehr den Respektabstand, sondern sind nun bereits bis auf 12 Meter herangerückt. Morgen wird von der Beute nicht mehr viel übrig sein.

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