Das Fahrzeug

Dienstag, 1. November 2011

Hochzeitstag in Ficksburg

Am 27. Oktober 2011 brachen wir zu unserer nächsten Südafrikareise und zur ersten Etappe der Cape2Cairo-Befahrung auf. Wir wollten von Hekpoort aus – dort stehen die Fahrzeuge auf der Farm von Kurt – den südlichen Teil von South Afrika befahren, damit wir im kommenden Jahr gleich auf geradem Weg hinüber nach Mozambique durchstarten können. Unsere erste Etappe führte uns in das Zentrum des Kirschenanbaus in Südafrika, nach Ficksburg. Auf dem Bild bekommen wir rechts unseren Aperitif gereicht, und links sieht man Anna und mich an unserem 24sten Hochzeitstag.
Lesotho hatte ich mir gewünscht, und Kurt hat mit seiner Tourenplanung diesen Wunsch wahrgemacht. Wir stürzten uns in die Berge dieses Kleinstaates, der mitten in Südafrika liegt, nur 1,9 Mio. Einwohner hat und so groß wie Nordrhein-Westfalen ist.
In Lesotho gibt es so gut wie keine Industrie. Die Menschen betreiben Ackerbau und Viehzucht, aber noch auf die ganz ursprüngliche Art. Da das Land sehr bergig ist, liegen die Orte oft weit abseits der wenigen „Straßen“ an den Hängen. Man lebt hier in den klassischen Rundhütten, die aber nicht aus Lehm, sondern aus den Steinen der Berge gebaut sind. Sehr adrett und reinlich schaut das Ganze aus, auch wenn die Menschen hier nach unseren Begriffen sehr arm sind.
Man bearbeitet die Felder mit Ochsen, die hier zum Beispiel den Pflug ziehen. Und man betreibt noch die alt hergebrachte Dreifelderwirtschaft, so wie es schon vor vielen Jahrhunderten üblich war. Da die Winter streng sind, muss man Lebensmittel für die kalte Jahreszeit einlagern. Wer Afrika kennt, weiß, dass das etwas sehr Ungewöhnliches in diesem Land ist. 
Das Wasser der Flüsse ist die Haupteinnahmequelle von Lesotho, denn man kann es für harte Währung an Südafrika verkaufen. Bis hinauf nach J’burg wird dieses Wasser geleitet.

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