Am 27. Oktober 2011 brachen wir zu unserer nächsten
Südafrikareise und zur ersten Etappe der Cape2Cairo-Befahrung auf. Wir wollten
von Hekpoort aus – dort stehen die Fahrzeuge auf der Farm von Kurt – den
südlichen Teil von South Afrika befahren, damit wir im kommenden Jahr gleich
auf geradem Weg hinüber nach Mozambique durchstarten können. Unsere erste
Etappe führte uns in das Zentrum des Kirschenanbaus in Südafrika, nach
Ficksburg. Auf dem Bild bekommen wir rechts unseren Aperitif gereicht, und
links sieht man Anna und mich an unserem 24sten Hochzeitstag.
Lesotho hatte ich mir gewünscht, und Kurt hat mit seiner
Tourenplanung diesen Wunsch wahrgemacht. Wir stürzten uns in die Berge dieses
Kleinstaates, der mitten in Südafrika liegt, nur 1,9 Mio. Einwohner hat und so
groß wie Nordrhein-Westfalen ist.
In Lesotho gibt es so gut wie keine Industrie. Die Menschen
betreiben Ackerbau und Viehzucht, aber noch auf die ganz ursprüngliche Art. Da
das Land sehr bergig ist, liegen die Orte oft weit abseits der wenigen
„Straßen“ an den Hängen. Man lebt hier in den klassischen Rundhütten, die aber
nicht aus Lehm, sondern aus den Steinen der Berge gebaut sind. Sehr adrett und
reinlich schaut das Ganze aus, auch wenn die Menschen hier nach unseren
Begriffen sehr arm sind.
Man bearbeitet die Felder mit Ochsen, die hier zum Beispiel
den Pflug ziehen. Und man betreibt noch die alt hergebrachte
Dreifelderwirtschaft, so wie es schon vor vielen Jahrhunderten üblich war. Da
die Winter streng sind, muss man Lebensmittel für die kalte Jahreszeit
einlagern. Wer Afrika kennt, weiß, dass das etwas sehr Ungewöhnliches in diesem
Land ist.
Das Wasser der Flüsse ist die Haupteinnahmequelle von
Lesotho, denn man kann es für harte Währung an Südafrika verkaufen. Bis hinauf
nach J’burg wird dieses Wasser geleitet.





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