Das Fahrzeug

Mittwoch, 16. November 2011

Landcruiser – Land


Überall, wo wir mit unseren Fahrzeugen auftauchen, ernten wir neugierige Blicke, schleichen Männer um unsere Autos und fragen nach diversen Ausstattungsdetails. Da der Landcruiser-Pickup das nachweislich robusteste, aber auch teuerste Fahrzeug im Markt ist, wird er begehrt und bewundert und auch gerne mal gestohlen. Auf jeden Fall gehört man zu den Freaks, wenn man so ein Fahrzeug, mit entsprechender Ausrüstung natürlich, sein eigen nennen darf.
Wenn man in einen Park fährt, dann will man neben der unberührten Natur auch Tiere sehen. Doch ich möchte mich hier nur auf die außergewöhnlichen Ereignisse konzentrieren, diesen Sekretär zum Beispiel, den wir schon lange nicht mehr gesehen hatten, obwohl er in dieser Gegend recht verbreitet ist.
Wesentlich seltener kann man Geparden beobachten, die es sich hier unter einem Baum gemütlich gemacht haben. Die Mutter und ihre drei Kinder speisen gerade, die Reste des frischerlegten Wilds kann man noch erkennen.
Nun ein bisschen Historie. Es hat Versuche gegeben, auch in dieser Wüste Viehzucht zu betreiben. Die Familie Human hat sich im vorletzten Jahrhundert hier niedergelassen, um Schafe und Ziegen zu züchten, aber auch Wildtiere zu schießen. Wenn man sich mit den Dingen des täglichen Lebens versorgen musste, galt es den Ochsenwagen anzuspannen und sich auf die 14tägige Reise nach Upington zu machen. Auchterlonie nannten die Human’s ihr kleines Reich. Das Steinhaus ist heute ein Museum.

Der östliche Teil des Parks, der in Botswana liegt, ist nur mit 4x4-Fahrzeugen über einen „single track“ erreichbar. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sank damit auf 25 km/Std. Wir fuhren in der Früh los und erreichten schon mittags unser Tagesziel. Wir hatten gehofft, jetzt mehr Tiere zu sehen, wir fanden auch frische Löwen- und Leopardenspuren, aber die Tiere selber bekamen wir nicht zu Gesicht. Dafür waren wir die Einzigen weit und breit.


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