Überall, wo wir mit unseren Fahrzeugen auftauchen, ernten
wir neugierige Blicke, schleichen Männer um unsere Autos und fragen nach
diversen Ausstattungsdetails. Da der Landcruiser-Pickup das nachweislich
robusteste, aber auch teuerste Fahrzeug im Markt ist, wird er begehrt und
bewundert und auch gerne mal gestohlen. Auf jeden Fall gehört man zu den
Freaks, wenn man so ein Fahrzeug, mit entsprechender Ausrüstung natürlich, sein
eigen nennen darf.
Wenn man in einen Park fährt, dann will man neben der
unberührten Natur auch Tiere sehen. Doch ich möchte mich hier nur auf die außergewöhnlichen
Ereignisse konzentrieren, diesen Sekretär zum Beispiel, den wir schon lange
nicht mehr gesehen hatten, obwohl er in dieser Gegend recht verbreitet ist.
Wesentlich seltener kann man Geparden beobachten, die es
sich hier unter einem Baum gemütlich gemacht haben. Die Mutter und ihre drei
Kinder speisen gerade, die Reste des frischerlegten Wilds kann man noch
erkennen.
Nun ein bisschen Historie. Es hat Versuche gegeben, auch in
dieser Wüste Viehzucht zu betreiben. Die Familie Human hat sich im vorletzten
Jahrhundert hier niedergelassen, um Schafe und Ziegen zu züchten, aber auch
Wildtiere zu schießen. Wenn man sich mit den Dingen des täglichen Lebens
versorgen musste, galt es den Ochsenwagen anzuspannen und sich auf die 14tägige
Reise nach Upington zu machen. Auchterlonie nannten die Human’s ihr kleines
Reich. Das Steinhaus ist heute ein Museum.
Der östliche Teil des Parks, der in Botswana liegt, ist nur
mit 4x4-Fahrzeugen über einen „single track“ erreichbar. Die
Durchschnittsgeschwindigkeit sank damit auf 25 km/Std. Wir fuhren in der Früh
los und erreichten schon mittags unser Tagesziel. Wir hatten gehofft, jetzt
mehr Tiere zu sehen, wir fanden auch frische Löwen- und Leopardenspuren, aber
die Tiere selber bekamen wir nicht zu Gesicht. Dafür waren wir die Einzigen
weit und breit.




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