Die kleine Insel Isla de Mozambique taucht erstmals im 8ten Jhdt. als
Stützpunkt von arabischen Seefahrern auf, die mehr und mehr den Handel im
Indischen Ozean kontrollierten und deren Dominanz erst im 15 Jhdt. nachließ.
Die Insel liegt ca. 2,5 km vor der Festlandsküste und ist 3,5 km lang und 500 m
breit. Die Bucht von Mossuril dahinter ist ein guter, weil geschützter
Ankerplatz für Schiffe. Hier trafen sich Perser, Türken, Chinesen und
Indonesier, es entstand sogar aus der Verbindung mit der einheimischen
Bevölkerung ein eigener Menschenschlag, die „Swahili“, die wiederum bald den
Inlandshandel und weite Teile der Küste zwischen Mogadischu und Sofala (heute
Beira) dominierten. Ein eigenes Scheichtum, gegründet von Moussa M’Biki (Namensgeber
für Mozambique) hatte auf der Insel seinen Sitz.
1498 setzte Vasco da Gama seinen Fuß auf die Insel, und damit begann
die Zeit der portugiesischen Vorherrschaft im Indischen Ozean. Eine Wehranlage,
die größte in der südlichen Hemisphäre und1522 errichtet, zeugt noch heute von
dieser Zeit.
Die Festung wurde nie erobert, zu stark waren die Mauern und die
Verteidigungsmöglichkeiten. Natürlich kam mit den Portugiesen auch das
Christentum hierher und verdrängte zumindest teilweise den Islam.
Hier der frühere Jesuitenkonvent, der zeitweise auch der Wohnsitz des
Governors (Sao Paulo-Palace) war und in dem heute das Museum untergebracht ist,
in dem man u.a. diverse Gegenstände aus Persien, Indien und China, die man aus
gesunkenen Schiffen hochgetaucht hat, besichtigen kann.
1721 begann der Sklavenhandel hier von der Insel aus. Insbesondere die
portugiesische Kolonie Brasilien wurde von hier aus bedient. Ein Jahrhundert
später, im Jahre 1822 verließ das letzte Sklavenschiff die Insel.
Dass der alte
Bestand an Häusern aus der portugiesischen Zeit sehr gelitten hat, und auch die
UNESCO, die die Insel 1993 zum Weltkulturerbe erklärte, das Geld für die
Renovierung offensichtlich nicht aufbringt, sieht man hier.
Hier das im 19. Jhdt. im Schinkel-Stil erbaute riesige Lazarett, das
heute ebenfalls ungenutzt verfällt oder von den Einheimischen als Unterkunft
genutzt wird. Zumindest in dem hinteren Gebäude gibt es auch heute noch ein
Krankenhaus.





Sehr schöne Gebäude!!! Obwohl sie leicht herunter gekommen sind
AntwortenLöschenDass Ihr noch Zeit findet diesen wunderbaren Blog zu alimentieren, neben all den wunderbaren Abenteuern und der anspruchvollen Reise. Simply the unbeatable Team! Herzlichen Dank, dass wir auf diesem Weg die Reise mitverfolgen dürfen. Herzliche Grüsse Heinz
AntwortenLöschentolle Festung! erinnert mich ja so ein bisschen an die Tulum-Festung an der mexikanischen Karibik-Küste! Danke, dass ihr so oft Updates ins Netz stellt!
AntwortenLöschenDickes Bussi
Eure Maja