Auf unserem Weg zurück an den indischen Ozean kamen wir zwangsläufig durch Arusha und Moshi, Orte, die am Fuße von Mt. Meru und Kilimanjaro (Kibo) liegen. In Moshi fanden wir ein ordentliches Hotel, das eine Dachterrasse hatte, von der man einen wunderschönen Blick auf den fast 5.900 m hohen Kibo bot, der auch der höchste Berg Afrikas ist. Hier ein Bild, das wir im morgentlichen Dunst aufnehmen konnten: Schnee auf dem Kilimanjaro.
Nicht jeder Tag ist ein Vergnügen auf so einer Reise. Da wir unbedingt noch den Ngorongoro-Krater und den Rand der Serengeti sehen wollten, hatten wir auch lange Fahrstrecken. Da sitzt man schon einmal 11 Stunden am Tag hinter dem Steuer. Auf der Etappe nach Dar es Salaam – 575 km lang – machten wir so eine Erfahrung. Es sind nicht allein die vielen Polizeikontrollen, die einen aufhalten, auch ganz unerwartete Hindernisse tun sich auf. In diesen schweren LKW-Unfall waren rd. 10 Fahrzeuge verwickelt, und die Straße war komplett blockiert. Mit unserem Landcruiser schafften wir es, in den Straßengraben hinunter zu fahren und mit den linken Rädern schon in der steilen Böschung hängend im cm-Bereich an einem quer stehenden LKW vorbeizukommen, sonst wäre die Fahrt zumindest für diesen Tag zu Ende gewesen.
Die zahlreichen Ortsdurchfahrten – einige Ortsschilder sind unten eingeblendet –, in denen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 oder sogar 30 km/h streng kontrolliert wird, drückten unsere Durchschnittsgeschwindigkeit bis kurz vor Dar es Salaam auf 75 km/h. Dann aber kamen der Freitagnachmittags-Stadtverkehr, zahlreiche Ampeln und zu allem Überfluss noch eine Fähre, bevor wir das Ziel namens Mikadi-Beach erreichten, wo uns Salzwasserduschen, europäische Backpacker und Offroad-Überlandbusse von Reiseorganisationen erwarteten.
Dar es Salaam bedeutet Hafen des Friedens und ist eine recht junge Stadt. Von einem der Scheichs von Zanzibar in der ersten Hälfte des 19ten Jhdts. gegründet kam die Stadt eigentlich erst mit den deutschen Kolonialherren zu großer Bedeutung, denn der Hafen war für die großen Dampfschiffe geeignet. Ja, Tanganyika war für kurze Zeit deutsche Kolonie, und Dar es Salaam war der Sitz der Verwaltung. Hier die lutherische Kirche im Stadtzentrum. Heute ist Dar es Salaam eine 5 Mio. Einwohner-Metropole.





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