Der zweite Tag im Ngorongoro National Park war für den
Kratergrund reserviert. Morgens früh reihten wir uns in die Schlange der Touristen-Landcruiser
ein. Trotz anfänglicher Skepsis waren wir auch heute wieder überwältigt. So
viele Tiere auf so engem Raum, das hatten wir noch nie gesehen.
Da das Regenwasser sich im Krater sammelt, gibt es immer
einen kleinen See, in dem sich u.a. die Flamingos in großer Zahl aufhalten.
Gleich als erstes entdeckten wir einen Löwen, der noch
etwas unschlüssig sein Umfeld absuchte. Fast 100 Löwen gibt es hier, bei dem
Nahrungsangebot kein Wunder. Der Kratergrund misst ca. 16 km im Durchmesser und
liegt auf 1.750 m Höhe, der Kraterrand erreicht im Durchschnitt eine Höhe von
2.400 m.
Sonst selten zu sehen, hier in großer Zahl vertreten:
Hyänen. Wir konnten sogar beobachten, wie eine solche Hyäne versuchte, an ein
Gnu-Baby heranzukommen, aber die erwachsenen Tiere passten auf und
verscheuchten den Störenfried wieder.
Eigentlich gibt es hier alle Tiere zu beobachten, die
Geparden findet man allerding eher in der offenen Savanne. Nur auf Leoparden
muss man verzichten, denn hier gibt es einfach zu wenige Bäume.
Damit dieses Kapitel nicht zu einer Schau der üblichen
Tiere ausartet, möchte ich zuletzt diese wunderschönen Kronenkraniche zeigen.
Aber wir haben bereits nach einem halben Tag im Krater so viele
unterschiedliche Tiere gesehen, wie man sie in anderen Nationalparks nur über
mehrere Tage vor das Objektiv bekommt.





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