Das Fahrzeug

Mittwoch, 21. März 2012

Zanzibar-Bongo-Fleva

Die Insel vor der Küste Ostafrikas ist ca. 100 km lang und im Schnitt 25 km breit. Sie galt einmal als die Gewürzinsel, und von diesem Ruf zehrt sie heute noch. Jahrhunderte lang war Zanzibar ein Sultanat, das zum Oman gehörte, und selbst nachdem die Briten hier das Sagen hatten, blieb das operative Geschäft in den Händen eines Sultans. Das folgende Bild zeigt das „Haus der Wunder“, das 1883 von einem Sultan erbaut wurde und alle Errungenschaften moderner Technik wie Strom- und Wasserversorgung über Leitungen und sogar einen Aufzug enthält, deswegen auch der Name.
Zanzibar war zwischen dem 12. und dem 15. Jhdt. ein eigenständiger Stadtstaat, der über den Handel reich wurde. Viele Händler aus verschiedenen Nationen siedelten sich hier an. Unten links eine typische indische Eingangstür, die charakteristischerweise mit Messingspitzen gespickt ist, weil man so im Heimatland die Elefanten vom Eindringen ins Haus abhielt. Die Zanzibari haben diesen Stil übernommen, nur dass ihre Türen eckig sind und nicht das Zeichen oben auf dem Mittelpfosten tragen.
Die Araber waren es auch, die Zanzibar zu einem Handelszentrum des Sklavenhandels erblühen ließen. Man kann noch die Kerker besichtigen in denen Männer und Frauen getrennt untergebracht waren. Hier das Mahnmal unweit der anglikanischen Kirche, das wir von Muhammed, unserem Führer gezeigt bekommen.
Tanganyika wurde von Julius Nyrere bereits 1954 in die Unabhängigkeit geführt. 1963 errang auch Zanzibar diesen Status, und ein Jahr später vereinbarte Nyrere die Vereinigung der Insel mit dem Festland: Aus Tanganyika und Zanzibar wurde der neue Staat Tazania.
Am Nachmittag unternahmen wir eine Motorradtour über die Insel. Die Rückkehr durch die engen Gassen von Stonetown, dem alten Stadtkern von Zanzibar, habe ich gefilmt. Die Musik, die ich gewählt habe, nennt sich übrigens "Bongo Fleva". Besser kann man die Atmosphäre in diesem orientalischen Städtchen nicht einfangen.
Abends nahmen wir unseren Sundowner auf der Dachterrasse des Afrika-Hauses. Der zweite Teil unserer Tour geht hiermit zu Ende. Kurt und Susana sind wieder wohlbehalten aus der Schweiz zurückgekehrt, und am 31. März gehen wir den dritten und letzten Teil an.

2 Kommentare:

  1. sooo ein Reichtum an schönen und spannenden Erlebnissen, und wir haben Gelegenheit diese Reise am Bildschirm mitzuerleben. Dieser Blog macht süchtig! Gruss und good continuation
    Heinz

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  2. geiles Video! Und schönes Sundowner Bild :) Die Band klingt übrigens sehr gut!

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