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Montag, 9. April 2012

Armes Äthiopien

Die Geschichte Äthiopiens ist Jahrtausende alt, und unsere weitere Reise wird viele Zeitfenster aus dieser Historie beleuchten. Das Land liegt fast durchgehend auf 1.500 bis über 2.000 m Höhe und wird deshalb auch gerne als das Dach Afrikas bezeichnet. Die vulkanischen Aktivitäten vor Jahrmillionen haben es äußerst fruchtbar gemacht, und die Wälder, die weite Teile dieses Hochlandes einmal bedeckten, sorgten für regelmäßigen Regen. Bestimmte kostbare Pflanzen wie die Boswellia Bäume, aus deren Harz Weihrauch gewonnen wird, wuchsen hier besonders gut. Deshalb bildeten sich hier bereits vor Jahrtausenden Hochkulturen, die mit dem römischen Reich oder Persien auf einer Stufe standen. Heute gibt es die Wälder nicht mehr und es regnet so unregelmäßig, dass immer wieder längere Dürreperioden zu großen Hungersnöten führen. Äthiopien ist heute eines der ärmsten Länder der Welt. Hier eine der vielen Ortsdurchfahrten.
Ackerbau wird an vielen Stellen betrieben, terrassenförmig hat man die Felder den Berg hinauf angelegt, aber die landwirtschaftlichen Methoden sind noch heute äußerst primitiv. Ochsen ziehen einen Pflug aus Holz. Nur um Addis Abeba findet man Gewächshäuser und Plantagen.
Auf dem Land leben die Menschen in strohgedeckten kleinen Rundhütten. Im Hintergrund sieht man Ausläufer des über 2.500 m hohen Sengiya-Gebirges. Rund 40 % der Bevölkerung sind strenggläubige orthodoxe Christen, deshalb das Kreuz auf einer der Hütten.
Wir wollten es erst nicht glauben, aber wenige Grad oberhalb des Äquators herrscht Frühling, hatten wir doch gerade erst die herbstliche Stimmung auf der Südhalbkugel erlebt. Unter der Sonne „durchgetaucht“ sind wir übrigens bei 4 Grad nördlicher Breite (Sonnenstand exakt senkrecht zur Erdoberfläche).
Übernachtung in Arba Minch: Auf einem Hochplateau mit Blick auf den Lake Abaya hatten wir unser Lager aufgeschlagen. Diese Aufnahme entstand kurz vor unserem Aufbruch. Susana und Kurt drängten darauf, zeitig nach Addis Abeba zu kommen, denn Ihnen fehlt noch das Sudan-Visum.

1 Kommentar:

  1. Das waren aber mal wieder sehr schöen posts. Hier ist es nicht so schön. Das Wetter ist schlecht und ich hab mir nen magendarminfekt zugezogen...

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