Kurt trieb uns, möglichst schnell in Wadi Halfa zu sein. Die Fähre von
Wadi Halfa nach Assuan ist der einzige Grenzübergang, da sich Ägypten und Sudan
seit Jahrzehnten bzgl. des Grenzverlaufes in den Haaren liegen. Die Barke, auf
der wir die Landcruiser verschiffen wollten, sollte schon am Dienstag ablegen,
die Personenfähre einen Tag später. Also nahmen wir die Direttissima durch die
Wüste und schafften von Khartum aus die 675 km bis zum Jebel Barkal an einem
Tag (und gleichzeitig besichtigten wir noch Al-Musawwarat as-sufra und Meroe).
Die Begegnungen auf der neuen Teerstraße
waren vielfältig. Besonders gefallen haben uns die Überlandbusse, die von Anna
den Spitznamen „Rollende Kindergeburtstage“ erhielten.
Mehrheitlich ging der
Personentransport aber auf LKW‘s oder Pickup’s vonstatten. Die Passagiere hüllen
sich natürlich in Tücher, um sich gegen die sengende Sonne sowie Sand und Staub
zu schützen. Sie hätten in jedem amerikanischen Film als Statisten für ein
Terrorcamp mitspielen können.
Doch ich kann nur wiederholen, dass
wir nur Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erfahren haben, und die Menschen
hier äußerst korrekt sind. Überall kann man sein Auto stehen lassen, und Touristen
werden (anders als in Äthiopien) nicht übervorteilt.
Am Sonntag hatten wir uns den Jebel
Barkal vorgenommen, als Kurt uns wissen ließ, dass die Barke mit den Fahrzeugen
jetzt schon möglicherweise am Montag abgehen würde. Das Kulturpro- gramm wurde
also erneut zusammengestrichen, und wir düsten ein zweites Mal rd. 650 km weit
nach Wadi Halfa. Diesmal führte die Straße teilweise auch am Nil entlang. Der
Kontrast kann nicht größer sein: Eben noch Wüste ohne sichtbare Vegetation,
dann Palmen und sattes Grün am Nil.
Weiter im Norden wurde es hügelig.
Die neue Straße, die in keiner Karte eingezeichnet ist, windet sich durch eine
Mondlandschaft. Es gibt zwei dominierende Farben, Basaltschwarz und Sandgelb.
In Wadi Halfa gibt es zwar Hotels,
diese waren aber entweder belegt oder unzumutbar. Zum Glück kamen wir in dem
derzeit unbewohnten Haus des Agenten, der für Kurt die Buchungen machen wollte,
unter. Aber auch hier waren die Wasserleitungen leer und der Sand wurde durchs
Wohn- zimmer (Foto) geweht; die Häuser sind hier zur besseren Belüftung nach
allen Seiten offen.
Die neueste Nachricht ist nun die,
dass die Autos erst am kommenden Samstag auf die Barke gehen. Die Plätze auf
der Personenfähre, die am Mittwoch Richtung Assuan startet, haben wir aber
sicher. Wir werden also auf ägyptischer Seite vier Tage auf die Ankunft unserer
Fahrzeuge warten müssen. Das Ganze kostet uns am Ende eine Woche.





Liebe Abenteurer
AntwortenLöschenSchön, dass Ihr nach dieser "performance der vielen Kilometer" gut in Wadi Halfa angekommen seid. The adventure goes on, auch wenn jetzt etwas Warten auf die Arbeitstiere angesagt ist. Die Schifffahrt werdet ihr sicher aus vollen Zügen geniessen, viel Spass. Übrigens, entdecke ich da eine Flasche Mineral in Kurt's Hand??????
Liebe Grüsse
Heinz
Ich wünsche euch morgen viel viel Erfolg. Hoffentlich klappt alles.
AntwortenLöschenMeldet euch wenn Ihr heil in Ägypten angekommen seid.
Bussi
Cleo
Hallo ihr Lieben,
AntwortenLöschenJetzt melde ich mich auch mal wieder, ich war die letzte Woche so beschäftigt, dass ich dazu einfach nicht gekommen bin. Trotzdem hab ich aber eure neuen Posts gelesen - ich musste sehr über die rollenden Kindergeburtstage lachen, erinnert mich ja ein bisschen an die bunten Tatas in Nepal!
Ja bitte meldet euch, wenn ihr gut in Ägypten angekommen und mit euren geliebten Autos wieder vereint seid!
Viele Grüße von der jetzt endlich wieder entspannten
Maja