Das Fahrzeug

Freitag, 20. April 2012

Wüste und Staub

Wir sind ohne Probleme im Nordsudan eingereist. Von 2.100 m Höhe ging es hinunter auf rd. 500 m, das Land ist nur noch eine riesige ausgedörrte Fläche, die Temperaturen steigen tagsüber auf gut 40 Grad an und ab Mittag weht ein heftiger Wind Sand und Staub vor sich her. Die relativ großen Rinderherden versammeln sich dann unter den wenigen Bäumen, um Schutz vor der fast senkrecht stehenden Sonne zu finden.
Wir entdecken wieder die berühmten Wüstenschiffe, die wir in Äthiopien nicht mehr gesehen haben, und die Männer tragen weißen Kaftane und diese typische Kopfbedeckung.
Die Menschen leben hier in großen respektablen Rundhütten, meist von Stroh- oder Steinmauern umgeben, die wenigstens ein wenig Schutz vor dem Wind bieten sollen. Unsere ersten Begegnungen sind von großer Freundlichkeit geprägt, aber auch von gewaltigem Temperament. Laut geht es zu, und Berührungsängste sind diesen Menschen fremd.
Grüner wird es, als wir am blauen Nil entlangfahren, der hier schon zum breiten Flachlandfluss geworden ist. Doch nicht der blaue, sondern der weiße Nil – er entspringt in Ruanda und Burundi – macht den Nil mit 6.680 km zum längsten Fluss der Erde. Hier der Zusammenfluss beider Quellflüsse Blauer Nil (links) und Weißer Nil (Links) in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.
Einige Ereignisse unser Team betreffend seien noch erwähnt. Anna hat sich eine dicke Erkältung zugezogen, und Kurt hat sein Satphone sowie sein Logbuch mit allen Aufzeichnungen, Daten und Telefonnummern liegengelassen. Als er dies merkte und noch einmal nachforschte, war beides verschwunden. 
Dafür haben wir in Khartum im deutschen Haus eine schöne Unterkunft gefunden, saubere Zimmer, ein Swimmingpool und gutes Essen. Anna ist auch schon wieder auf dem Weg der Besserung.

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