Wir sind ohne Probleme im Nordsudan eingereist. Von 2.100 m Höhe ging
es hinunter auf rd. 500 m, das Land ist nur noch eine riesige ausgedörrte
Fläche, die Temperaturen steigen tagsüber auf gut 40 Grad an und ab Mittag weht
ein heftiger Wind Sand und Staub vor sich her. Die relativ großen Rinderherden
versammeln sich dann unter den wenigen Bäumen, um Schutz vor der fast senkrecht
stehenden Sonne zu finden.
Wir entdecken wieder die berühmten Wüstenschiffe, die wir in Äthiopien
nicht mehr gesehen haben, und die Männer tragen weißen Kaftane und diese
typische Kopfbedeckung.
Die Menschen leben hier in großen respektablen Rundhütten, meist von
Stroh- oder Steinmauern umgeben, die wenigstens ein wenig Schutz vor dem Wind
bieten sollen. Unsere ersten Begegnungen sind von großer Freundlichkeit
geprägt, aber auch von gewaltigem Temperament. Laut geht es zu, und
Berührungsängste sind diesen Menschen fremd.
Grüner wird es, als wir am blauen Nil entlangfahren, der hier schon zum
breiten Flachlandfluss geworden ist. Doch nicht der blaue, sondern der weiße
Nil – er entspringt in Ruanda und Burundi – macht den Nil mit 6.680 km zum
längsten Fluss der Erde. Hier der Zusammenfluss beider Quellflüsse Blauer Nil (links) und Weißer Nil (Links) in der sudanesischen
Hauptstadt Khartum.
Einige Ereignisse unser Team betreffend seien noch erwähnt. Anna hat
sich eine dicke Erkältung zugezogen, und Kurt hat sein Satphone sowie sein
Logbuch mit allen Aufzeichnungen, Daten und Telefonnummern liegengelassen. Als
er dies merkte und noch einmal nachforschte, war beides verschwunden.
Dafür
haben wir in Khartum im deutschen Haus eine schöne Unterkunft gefunden, saubere
Zimmer, ein Swimmingpool und gutes Essen. Anna ist auch schon wieder auf dem Weg der Besserung.





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