Das Fahrzeug

Freitag, 13. April 2012

Nilpferde im Tanasee

Unten sieht man hinter dem mit Wellblech bedachten Eingangshäuschen einen großen Rundbau.
Es handelt sich um Ura Kedane Meheret, eine Kirche aus dem 14. Jhdt. Man findet sie auf der Halbinsel Zegie.
Wenn man diese Kirche betritt, stößt man auf einen zweiten inneren Rundbau, der durch große schwere Holztüren aus allen vier Windrichtungen her betreten werden kann. Innen steht man vor einem gewaltigen Kubus, der von oben bis unten bemalt ist. Da die meisten Einheimischen Analphabeten waren (und zum Teil noch sind), griff man zu dieser Bilddarstellung zur Erläuterung der Bibelinhalte. Die Darstellungen sind sehr eindringlich – wir waren beeindruckt.
Auf dem Rückweg zu unserem Boot gönnten wir uns noch einen Kaffee. Es ist üblich, dass dazu Weihrauchharz in einem kleinen Gefäß mit glühender Holzkohle verbrannt wird. Der sehr angenehme Duft regt die Sinne zusätzlich an.
Auf dem Rückweg zur Anlegestelle hatten wir das Glück, diese Hippos zu sehen. Wir entdeckten sie in dem Bereich, in dem das Wasser aus dem See abfließt. Damit können wir mit Fug und Recht behaupten, dass dies die ersten Nilpferde waren, die wir zu Gesicht bekommen haben.
35 km weiter fällt der blaue Nil eine rund 20 m tiefe Stufe hinab. Diese Nil-Fälle sind bei höheren Wasserständen bis zu 400 m breit, da wir zum Ende der Trockenzeit hier waren, mussten wir mit diesem weniger imposanten Wasserfall vorlieb nehmen.

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