Unten sieht man hinter dem mit Wellblech bedachten
Eingangshäuschen einen großen Rundbau.
Es handelt sich um Ura Kedane Meheret, eine Kirche aus
dem 14. Jhdt. Man findet sie auf der Halbinsel Zegie.
Wenn man diese Kirche betritt, stößt man auf einen
zweiten inneren Rundbau, der durch große schwere Holztüren aus allen vier
Windrichtungen her betreten werden kann. Innen steht man vor einem gewaltigen
Kubus, der von oben bis unten bemalt ist. Da die meisten Einheimischen
Analphabeten waren (und zum Teil noch sind), griff man zu dieser
Bilddarstellung zur Erläuterung der Bibelinhalte. Die Darstellungen sind sehr
eindringlich – wir waren beeindruckt.
Auf dem Rückweg zu unserem Boot gönnten wir uns noch
einen Kaffee. Es ist üblich, dass dazu Weihrauchharz in einem kleinen Gefäß mit
glühender Holzkohle verbrannt wird. Der sehr angenehme Duft regt die Sinne
zusätzlich an.
Auf dem Rückweg zur Anlegestelle hatten wir das Glück,
diese Hippos zu sehen. Wir entdeckten sie in dem Bereich, in dem das Wasser aus
dem See abfließt. Damit können wir mit Fug und Recht behaupten, dass dies die
ersten Nilpferde waren, die wir zu Gesicht bekommen haben.
35 km weiter fällt der blaue Nil eine rund 20 m tiefe
Stufe hinab. Diese Nil-Fälle sind bei höheren Wasserständen bis zu 400 m breit,
da wir zum Ende der Trockenzeit hier waren, mussten wir mit diesem weniger
imposanten Wasserfall vorlieb nehmen.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen